Casino mit deutscher Lizenz: GGL und SH unterschieden
Welche Lizenz für welches Spiel — und wie sich beide auf der Whitelist nachprüfen lassen.
„Casino mit deutscher Lizenz“ ist im Marketing eine populäre Formulierung — und in Deutschland tatsächlich rechtlich definiert. Diese Hub-Seite ordnet, welche zwei Lizenzformen das deutsche System kennt, wie eine echte Konzession im Footer eines Anbieters aussieht, wo sich der Lizenz-Status zentral nachprüfen lässt und welche sechs Themenfelder rund um die deutsche Lizenz im Detail behandelt werden.
Für die Anbieter-Übersicht selbst dient die Hauptseite zu deutschen Online-Casinos — diese Hub-Seite bündelt dagegen die regulatorische Mechanik dahinter und führt zu den sechs vertieften Sub-Seiten.

Die zwei deutschen Lizenzformen
Deutschland kennt seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 zwei parallel laufende Konzessionsformen für Online-Casino-Angebote — keine einzelne Lizenz, die alles abdeckt, sondern zwei getrennte Regime mit unterschiedlichem Geltungsbereich.
- GGL-Konzession (bundesweit, virtuelle Spielautomaten). Erteilt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Deckt ausschließlich Online-Slots und Slot-ähnliche RNG-Spiele ab. Geltungsbereich: das gesamte Bundesgebiet.
- SH-Konzession (Schleswig-Holstein, Tischspiele und Poker). Erteilt vom Innenministerium Schleswig-Holstein als Bestandsschutz-Lizenz aus dem Glücksspielgesetz SH 2011/2012. Deckt Online-Tischspiele (Roulette, Blackjack, Baccarat) und Online-Poker ab. Geltungsbereich: nur Spieler mit Meldeadresse in Schleswig-Holstein.
Eine bundesweite Konzession für Online-Tischspiele und Poker ist seit 2023 in Vorbereitung, aber noch nicht erteilt. Bis dahin gilt: Wer in Deutschland legal Slots spielen will, braucht einen GGL-Anbieter; wer Tischspiele oder Poker spielen will, braucht einen SH-Anbieter und einen Wohnsitz in Schleswig-Holstein.
Themen rund um die deutsche Lizenz
Sechs Detail-Seiten ordnen einzelne Aspekte des deutschen Lizenzregimes — zwei Hub-Pages zu den Lizenzformen selbst, drei zu den Spielerschutz-Tools und eine zum stationären Casino-Angebot:
Wie eine echte deutsche Lizenz erkennbar ist
Ein lizenzierter Anbieter führt seine Lizenz offen und konkret im Footer der Website und im Impressum. Vier Elemente sind dabei Pflicht:
- Behörden-Nennung. Konkret: „Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder“ oder „Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein“. Generische Formulierungen wie „in der EU lizensiert“ oder „behördlich zugelassen“ reichen nicht.
- Lizenznummer. Die konkrete Aktennummer der Konzession. Die GGL nutzt mehrstellige Aktenzeichen, das Innenministerium SH eigene Lizenznummern aus dem alten Vergabe-Verfahren.
- Geltungsbereich. Klarstellung, welche Spielsegmente die Lizenz abdeckt. Bei kombinierten Anbietern werden GGL- und SH-Lizenz getrennt aufgeführt.
- Ablauf- oder Erteilungsdatum. Üblich, aber nicht in jedem Footer prominent platziert. Im Impressum oder in den AGB findet es sich aber praktisch immer.

Wo sich der Lizenz-Status nachprüfen lässt
Drei Wege führen zur Lizenz-Verifikation eines konkreten Anbieters:
- GGL-Whitelist. Auf gluecksspiel-behoerde.de/de/whitelist führt die GGL die öffentliche Liste aller bundesweit lizenzierten Anbieter. Die Liste enthält Domain, Markenname, Lizenznummer, Geltungsbereich und Erteilungsdatum.
- SH-Whitelist. Das Innenministerium Schleswig-Holstein führt eine separate Whitelist für die historischen SH-Konzessionen. Sie ist über die Website des Innenministeriums abrufbar.
- Direkte Behördenanfrage. Bei Zweifeln über einen konkreten Anbieter ist eine direkte Anfrage bei der zuständigen Behörde möglich. Die GGL hat dafür ein Beschwerde- und Anfrageformular auf ihrer Website.
Bei jedem dieser Wege gilt: Steht ein Anbieter nicht auf einer der Whitelists, ist er in Deutschland nicht lizenziert — unabhängig davon, welche Lizenzen er andernorts besitzt.
Was eine deutsche Lizenz garantiert
Eine GGL- oder SH-Lizenz ist mit einem festen Set von Spielerschutz- und Compliance-Auflagen verbunden. Acht Punkte, die jeder lizenzierte Anbieter erfüllen muss:
- OASIS-Sperrabfrage vor jeder Einzahlung — anbieterübergreifend und mediumübergreifend wirksam.
- LUGAS-Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat anbieterübergreifend, mit Bonitätsprüfungs-Stufen bis 30.000 €.
- 5-Sekunden-Mindestdauer pro Slot-Spin im virtuellen Automaten — kein Auto-Play, kein Quick-Spin, kein Turbo-Modus.
- 1-Euro-Maximaleinsatz pro Slot-Spin — unabhängig von VIP-Status oder Treuestufen.
- Verbot von Bonus-Buy-Features und direkten Freispiel-Käufen.
- Transparentes Impressum nach § 5 TMG mit Anbieter-Name, Anschrift, Vertretungsberechtigten und Aufsichtsbehörde.
- Zertifizierte Zufallsgeneratoren mit externer Auditierung (eCOGRA, iTech Labs, BMM Testlabs).
- Steuerfreiheit der Spieler-Gewinne nach deutschem Einkommensteuerrecht.
Häufige Fragen zur deutschen Casino-Lizenz
Welche deutschen Lizenzen gibt es für Online-Casinos?
Zwei: die GGL-Konzession für virtuelle Spielautomaten bundesweit und die SH-Konzession für Tischspiele und Poker mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Die volle rechtliche Einordnung steht im Lizenzformen-Abschnitt.
Welche Themen-Subseiten gehören zur deutschen Lizenz?
Sechs Subseiten decken die einzelnen Aspekte ab — siehe die Karten-Übersicht im Themen-Hub. Zwei zu den Lizenzformen selbst (GGL und SH), drei zu den Spielerschutz-Tools (OASIS, LUGAS, 5-Sekunden-Regel) und eine zum stationären Spielbank-Angebot in Schleswig-Holstein.
Wie erkenne ich eine echte deutsche Lizenz im Footer?
Vier Pflichtelemente: konkrete Behörden-Nennung (GGL oder Innenministerium SH), Lizenznummer, Geltungsbereich und Erteilungs- oder Ablaufdatum. Generische Formulierungen wie „in der EU lizensiert“ reichen nicht. Details im Erkennungs-Abschnitt.
Wo prüfe ich den Lizenz-Status eines Anbieters?
Über die GGL-Whitelist unter gluecksspiel-behoerde.de/de/whitelist oder die separate Whitelist des Innenministeriums Schleswig-Holstein. Drei Wege zur Verifikation stehen im Whitelist-Abschnitt.
Welche Spielerschutz-Auflagen kommen mit einer deutschen Lizenz?
Acht zentrale Auflagen — von OASIS-Sperrabfrage über das LUGAS-Monatslimit bis zur Slot-Steuer und Steuerfreiheit der Spielergewinne. Vollständige Liste im Auflagen-Abschnitt.
Gilt eine Malta- oder Curaçao-Lizenz in Deutschland?
Nein. Die Malta Gaming Authority, Curaçao eGaming, Anjouan und vergleichbare Aufsichtsbehörden erteilen Lizenzen, die in Deutschland nicht gelten. Wer dort einzahlt, ist im rechtlichen Graumarkt — was das konkret bedeutet, ist auf der Seite zu Casinos ohne deutsche Lizenz beschrieben.
Sind alle gelisteten Anbieter gleichermaßen seriös?
Die Lizenz ist Pflicht-Kriterium, aber Bonus-Substanz, Auszahlungspraxis und Support-Qualität variieren zwischen lizenzierten Anbietern. Eine Einordnung der weichen Qualitäts-Kriterien steht auf der Seite zu seriösen Online-Casinos.